Andersen Reisen

Dass der dänische Dichter Hans Christian Andersen auch in Sachsen-Anhalt unterwegs war, wissen die wenigsten. In seinen Reisebeschreibungen zeigt er uns die Schönheiten der Landschaften des Harzes, von Halle und der Lutherstadt Eisleben, von Harzgerode und Alexisbad. Die romantische Natur und die historischen Stätten sind bis heute eine Reise wert.

16.05.2017 Erinnerungstafel anlässlich der ersten Eisenbahnfahrt des dänischen Dichters Hans Christian Andersen von Magdeburg nach Leipzig
„So mächtig wie ein Zauberer der alten Zeit“
Vor gut 177 Jahren stand auf einem Bahnsteig des Magdeburger Elbbahnhofs ein junger Mann. Er war sehr groß, hager, kam aus Dänemark und war ein weltberühmter Dichter. Es war Hans Christian Andersen, der auf den Zug nach Leipzig wartete. Die erste Eisenbahnfahrt seines Lebens begeisterte den dänischen Dichter und Märchenerzähler so sehr, dass er sie in seinem Reisebericht wie ein fast überirdisches Erlebnis beschreibt: „Oh, welche Großtat des Geistes ist doch diese Erfindung! Man fühlt sich so mächtig wie ein Zauberer der alten Zeit“.
Auch in den späteren Jahren war Andersen häufig zu Gast in Magdeburg, aber auch in anderen Regionen Mitteldeutschlands, die zu den bevorzugten Reisezielen des Dänen gehörten. Er schwärmte vom Magdeburger Dom, war beeindruckt von den gewaltigen Festungsanlagen und fand: Magdeburg sei eine „sehr ansehnliche“ Stadt.