Den „Balanceakt Doppelstadt“ in Halle an der Saale erfährt man am besten mit dem Bus. Das IBA-Thema spannt entlang der Magistrale zwischen Riebeckplatz und dem Stadtteilzentrum Neustadt den Bogen zwischen der historisch gewachsenen Altstadt und der „Ikone des sozialistischen Städtebaus“, dem als einstige Chemiearbeiterstadt erbauten Halle-Neustadt. Impulsprojekten der IBA Stadtumbau 2010, die prozesshaft aus einer Vielfalt von Kommunikationsplattformen entwickelt wurden, reihen sich entlang der Magistrale. Dies sind die Skateanlage im Zentrum von Halle-Neustadt, die Umgestaltung des Quartiers am Tulpenbrunnen, die landschaftsgärtnerische Umgestaltung von Freiräumen rund um die Franckeschen Stiftungen. Weitere IBA-Standorte sind die Aufwertung des Sozialraums im bausubstanzlich zu erhaltenen Gebiet Glaucha und der Salineinsel. Hier wird verdeutlicht, wie sich die Saalestadt im IBA-Prozess unter den Bedingungen von Bevölkerungsrückgang und Strukturwandel der Problematik ihres Stadtumbaus mit ihren Erfolgen und Schwierigkeiten stellt.Halle (Saale) ist die größte und zugleich bedeutendste Kulturstadt in Sachsen-Anhalt. Der Komponist Georg Friedrich Händel wurde hier geboren, die Burg Giebichenstein ist weltbekannt, Feininger malte hier. Halle hat einen beeindruckenden Dombau, und seit kurzem erscheint auch die alte Moritzburg im neuen Gewand. 2008 vollendete das spanische Architekturbüro Nieto Sabejano einen Erweiterungsbau, der den West- und Nordflügel der Moritzburg für das Museum neu erschließt.

Das IBA-Thema „Urbane Kerne und landschaftliche Zonen“ beschreibt einen ehrgeizigen, langfristig angelegten Transformationsprozess der Bauhausstadt Dessau-Roßlau, der entlang des Kommunikationsprojekts „Der Rote Faden“ erlebbar ist. An Hand ausgewählter Stationen auf dem sich entwickelnden Landschaftszug wie ehemalige Industrietürme als Landmarken oder die sogenannten Claims, wird die Profilierung landschaftlicher Zonen im Stadtgefüge aufgezeigt. Rundgänge durch die Wissensstadt, das Quartier Am Leipziger Tor oder das Zentrum mit Generationenpark erläutern das Konzept der urbanen Kerne. Die „Wissensstadt“ rund um das weltberühmte von Walter Gropius unter Mitarbeit von Karl Fieger geplante Bauhausgebäude und das Meisterhausensemble vereint mit dem Umweltbundesamt und den Hochschulbauten hervorragende Zeugnisse der modernen Architektur aus verschiedenen Epochen. Die Stadt erzählt zugleich ihre Geschichte als bedeutender Industriestandort, Standort des Flugzeugbaus von Hugo Junkers, der Gasgeräteproduktion, der chemischen Industrie und des Maschinenbaus. Ausflüge, auch mit dem Fahrrad) zur Siedlung Törten mit dem Konsumgebäude, dem Stahlhaus oder dem Kornhaus an der Elbe runden das Besichtigungsprogramm durch 90 Jahre Bauentwicklung der Stadt der Moderne ab.

Köthen ist die Bachstadt im Herzen Anhalts und begeistert als 900 Jahre alte Residenzstadt. Hier fühlte sich nicht nur Johann Sebastian Bach wohl; Samuel Hahnemann machte Köthen zum Mekka der Homöopathie. Das IBA-Thema ist daher auch die „Homöopathie als Entwicklungskraft“, um in einer kleinen Stadt unverwechselbare Identität zu stiften und neue Wege einer behutsamen Stadtentwicklung zu beschreiten. Die homöopathische Methode der Impulssetzung wird als städtebauliches Instrument erprobt. Das „Spitalgebäude des Klosters der Barmherzigen Brüder“ als Köthener Homöopathiezentrum ist in Nutzung – es ist neuer Sitz der Europäischen Bibliothek für Homöopathie. Empirische Testfelder wie der Friedenspark, die Ludwigstraße und der Homöopathiepfad lassen den ganzheitlichen Ansatz der „Coethener Methode“ lebendig werden.

Tourinformationen

Stellen Sie sich Ihre 2-tägige Wunsch- Fachreise zusammen.
IBA-Kompakt mit 1 ÜN inkl. Frühstück, fachkompetenten Führungen und ganztätige Begleitung.

Termin/Kosten: nach Vereinbarung

Sprechen Sie mich an! Für Fachexkursionen sind ggf. Förderungen möglich.
Verschenken geht auch.  Gutscheine sind erhältlich.
Ihre Carmen Niebergall

Telefon: 0391 73347784
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

WallonerReisebild